Der neue IFU-Zahnmetalltest

Nicht nur Amalgam

Allgemeines zur Schwermetallbelastung durch Dentallegierungen

Hinweise für Therapeuten

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Das Prinzip des Tests beruht darauf, dass Veränderungen in der Größe und der Anzahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen), ausgelöst durch den Zusatz der verdächtigen Zahnmetalle, im Vergleich mit einer Kontrollprobe bestimmt werden. Die Veränderungen werden über eine Messung des elektronischen Widerstandes der Blutzellen bestimmt. Der neue zelluläre Bluttest auf Zahnmetalle (AMNT) umfasst folgende Metalle:

Gold
Platin
Silber
Titan
Palladium
Quecksilber
Zinn
Chrom
Cobalt
Kupfer

Die Kosten betragen 180,-- Euro

Die Untersuchungsergebnisse können Ihnen noch am Untersuchungstag per Fax übermittelt werden.

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Gold, Titan, Chrom und Nickel nehmen häufig an Oxidations- und Reduktionsreaktionen teil. Deshalb binden diese Metalle auch so stark an Proteine, wenn sie in Implantaten verwendet werden. Dann verändern sie auch ihre Antigenstruktur. Das gleiche gilt auch für Quecksilber, das bevorzugt mit SH-Gruppen Verbindungen in verschiedenen Zellen und Enzymen eingeht. Solche Zellen oder lösliche Eiweiße können dann Entzündungsreaktionen auslösen, die sich nicht nur gegen Metalle richten, sondern in Allergien und sogar Autoimmunkrankheiten enden können. Schwermetalle wie z. B. Zink, Selen und Kupfer haben Co-Ferment-Funktion, und ein Mangel führt zu Stoffwechselstörungen. Ein Überschuss führt zu toxischen Erscheinungen. Eine Belastung mit Blei und Cadmium erfolgt über die Nahrungskette und durch Zahnmaterial. Reste von Pflanzenschutzmitteln und Saatbeizmitteln auf und in Feldfrüchten, Fleisch und Fisch, aber auch Füllmaterial in der zahnärztlichen Praxis führen zu einer Anreicherung von Schwermetallen im Organismus. Multielementanalysen zeigen u. a. erhebliche Cadmium- und Bleiwerte im Zahnmaterial. Neben den genannten Schwermetallen, die durch Dentallegierungen freigesetzt werden können, werden die folgenden Metalle meist nicht berücksichtigt: Zinn, Palladium, Gold, Platin und Titan. Amalgamlegierungen enthalten häufig neben Kupfer und Quecksilber auch Zinn. Lösliche Zinnsalze per os verursachen Metallgeschmack, Übelkeit, Erbrechen, Koliken, evtl. Durchfälle. Bei Zinnvergiftungen kann es zu folgenden Symptomen kommen: Verwirrtheit, Verhaltensstörungen, zerebrale Symptome, epileptische Anfälle. Ein weiteres problematisches Metall in Dentallegierungen ist das "Edelmetall" Palladium. Der Palladiumgehalt kann von wenigen Prozent bis zu nahezu 90 % reichen. In Deutschland werden palladiumhaltige Dentallegierungen mit Palladium-Gehalten von ca. 30 % seit mehr als 60 Jahren verwendet. Palladium-Basis-Legierungen, die als überwiegenden Bestandteil das Element Palladium enthalten, sind in Deutschland seit 1986 als Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung eingesetzt worden. Folgende Erkrankungen können durch eine Palladiumintoxikation verursacht sein: Struma diffusa, Hyperthyreose, Autoimmunthyreopathie, tuberkulöse Pleuritis, Neuralgien. Auch das sogenannte inerte Titan scheint bei manchen Patienten zu erheblichen Reaktionen zu führen. Möglicherweise durch eine Vorsensibilisierung gegen das ubiquitär in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten vorkommende Titan-IV-Oxid (Titanoxid) könnnen sich Unverträglichkeiten auch gegenüber Titanimplantaten entwickeln. So zeigt eine Studie, bei der Dentalmetalle im Epikutantest geprüft wurden - quasi als Zufallsbefund - eine Spontansensibilisierung bei 6,4 % der Probanden. Wie es zu dieser Sensibilisierung gekommen ist, konnte nicht eruiert werden. In keinem der Fälle waren Zahnersatzstücke aus Titan inkorporiert. Störwirkungen treten auch durch Wechselwirkungen zu anderen Metallen wie Gold und Quecksilber auf. Dentalmaterial sollte nicht aus unterschiedlichen Metallen bestehen: Batterieeffekte! Es wird berichtet, daß Patienten, die an einer Elektrosensibilität leiden, häufig Metallunverträglichkeiten entwickelt haben, was u. a. durch diesen Zahnmetall-Test nachgewiesen werden kann. Im Rahmen der umweltmedizinischen Diagnostik sollte immer auch an eine Belastung (Intoxikation, Allergie) durch Dentallegierungen gedacht werden. Vom IFU-Bad Emstal werden daher neben dem Zahnmetall-Test auch Schwermetall-Mobilisationstests eingesetzt.

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Da dieser Test labortechnisch aufwendig ist und sehr schnell gearbeitet werden muß, um die Lymphozyten der Patienten zu separieren und transportfähig zu machen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Patienten mit einer kurzen schriftlichen Darstellung anamnestischer Besonderheiten und evtl. den Hinweis auf Ihre IFU-Partnerschaft zur Blutentnahme in das IFU nach Bad Emstal zu schicken. Zusendung des Blutentnahmesets auf Anfrage.

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Stand: 10. April 2006